Ist Investoren “CX” ein Begriff?

Ist Investoren “CX” ein Begriff?

Wenn Sie wissen möchten, wie es um Ihr Unternehmen bestellt ist, fragen Sie die Buchhaltung. Wenn Sie wissen möchten, wie sich Ihr Unternehmen in Zukunft entwickelt, fragen Sie den Kunden. Denn der Kunde weiß bereits vor den Investoren und der Unternehmensleitung, wohin die Reise geht. So erklärte Peter Lynch, der legendäre Investor und Fondsmanager des Fidelity Magellan Fund, er investiere häufig in Unternehmen, die einen positiven Beitrag zum Alltagsleben leisten. Also können auch Investoren etwas mit dem Begriff „Customer Experience“ anfangen. Oder etwa doch nicht?

In der Regel interessieren sich Eigentümer von Aktiengesellschaften, die so genannten Investoren, für Umsätze, Erträge, Kapitalrenditen, freien Cashflow und andere harte Fakten der Finanzwelt. Börsengurus wie Warren Buffet oder Peter Lynch legen großen Wert auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis und achten insbesondere auf die Ertragsentwicklung eines Unternehmens.

Peter Lynch, der für seine Investitionen in Wachstumsunternehmen bekannt ist, verwendete den Lynch-Wert, um Unternehmen mit einem passenden Preis und guten Wachstumsaussichten zu finden. Ben Graham, der Vater des Value-Investing, nutzte die Graham Zahl, die von Warren Buffet zum so genannten Buffet-Munger Screener weiterentwickelt wurde. All diese Gurus suchen nach Unternehmen, die in Anbetracht ihrer aktuellen und künftigen Fähigkeit zur Generierung von Gewinnen relativ günstig zu erwerben sind. Die Customer Experience spielt hierbei keine Rolle. Deshalb fragen wir uns: Hat die Customer Experience irgendwelche Auswirkungen auf Anlageentscheidungen?

Laut Warren Buffet besteht die wichtigste Aufgabe der Unternehmensleitung darin, die Interessen der Eigentümer im Auge zu behalten. Ein Teil des Gewinns sollte immer in Form von Dividenden in die Taschen der Investoren fließen. Deshalb sind die meisten CEOs darauf erpicht, die Unternehmensgewinne zu steigern und in Form von Dividenden auszuzahlen. Es ist also nicht verwunderlich, dass man sich bei den Aufsichtsratssitzungen auf Jahresabschlüsse und Bilanzen anstatt auf die Messung der Kundenzufriedenheit konzentriert. Dem Anleger ist es ganz Recht, wenn er die Customer Experience dem operativen Management überlassen kann.

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