Industrie 4.0 zum Anfassen: Pilotfabrik an TU Graz
Smartfactory

Industrie 4.0 zum Anfassen: Pilotfabrik an TU Graz

Infrastrukturministerium, Industrie und TU Graz investieren 6,4 Mio. Euro in Errichtung, Ausstattung und Betrieb bis 2020 Am Gelände der TU Graz wird eine Pilotfabrik für die Industrie 4.0 eingerichtet. Dort können Unternehmen und Universitäten neue Produktionstechniken rund um die digitalisierte Industrie erproben und erforschen. Infrastrukturministerium, Industrie und TU Graz investieren rund 6,4 Mio. Euro. Der Fokus liegt auf Fertigungsmethoden, mit denen kleine Stückzahlen rentabel produziert werden können.

Smartfactory

Am Montag ist der Startschuss für die neue“smartfactory@tugraz“ gefallen, die aktuell am Campus Inffeldgasse der TU Graz am Institut für Fertigungstechnik unter der Federführung von Rudolf Pichler und Franz Haas entsteht. In dieser Infrastruktureinrichtung werden auf rund 300 Quadratmetern modernste Fertigungstechnologien zur Verfügung stehen. Dazu gehören u.a. additive und lasergestützte Fertigung, Collaborative Robotik, Hybridtechnologien und die Vernetzung mit modernen Kommunikationstechnologien sowie Big Data Analytics für die Erprobung und Erforschung industrieller Produktionsanwendungen. Die Idee dahinter: Firmen sollen unter Laborrahmenbedingungen die Forschung an bzw. Herstellung von Innovationen im Bereich Industrie 4.0 testen können, bevor diese in die reguläre Produktionskette eingeflochten werden.

Das Infrastrukturministerium investiert zwei Mio. Euro in den Standort. Etwa die gleiche Summe kommt von Partnern aus der Wirtschaft. Die TU hat die Errichtungskosten für das Gebäude übernommen, wie Rektor Harald Kainz am Montag bei der Vorstellung des Projektes berichtete.

Die Sachgüterproduktion unterliegt einem tief greifenden Wandel: Neue Produkte müssen in immer kürzerer Zeit auf den Markt gebracht werden, zugleich sollen immer mehr Produkte ganz speziell nach Kundenwunsch gefertigt werden, schilderte Rudolf Pichler vom Institut für Fertigungstechnik der TU Graz und Projektleiter der im Aufbau befindlichen „smartfactor@tugraz“ die Herausforderung. Die verstärkte Digitalisierung und Vernetzung der Produktionssysteme sei die Antwort, um eine noch effizientere und flexiblere Produktion zu ermöglichen.

Auf derstandard.at weiterlesen…