CNN setzt auf Big Data, PwC legt Negativ-Prognose vor
Cnn logo

CNN setzt auf Big Data, PwC legt Negativ-Prognose vor

Die Vermarktungseinheit von CNN International baut eine eigene Abteilung für Daten und künstliche Intelligenz auf. Außerdem: PwC prognostiziert fallende Zahlen fürs weltweite Werbewachstum. Carat gewinnt europaweiten Media-Etat von Amplifon.

cnn logo
© cnn

Dass Big Data auch in der Werbevermarktung eine immer größere Rolle spielt, ist keine Überraschung mehr. Nun macht auch CNN International Commercial (CNNIC), die Vermarktungseinheit des Nachrichtensenders, ernst in Sachen Data, Analytics und Artificial Intelligence. Diese Disziplinen werden in einer neuen Abteilung namens „Audiences and Data“ gebündelt. Werbekunden sollen so die Möglichkeit bekommen, mit CNN für überregionale TV- und Digitalkampagnen plattformunabhängig zusammenzuarbeiten.

Kernaufgaben der Abteilung sind laut CNN die vorausschauende Analyse der Zuschaueraufteilung und des Engagements; der Einsatz von AI, um den Dialog zwischen Marken und Zuschauern als Teil von Digitalkampagnen zu verstärken; Partnerschaften und Systemintegration zwischen CNNIC und Marken, Technologieunternehmen und Universitäten; sowie die Entwicklung einer Skala für Nutzerzahlen, die bereits existierende Umfragedaten mit linearem Fokus ergänzen bzw. letztlich ersetzen soll.

CNN International will den Informationsgewinn bezüglich des Nutzerverhaltens künftig zur Basis für Entscheidungen auf strategischer, inhaltlicher und kommerzieller Ebene machen. Leiter der Abteilung „Audiences and Data“ ist Mark Sear, der von EMC Consulting kommt und dort zuletzt Chief Technology Officer of Big/Fast Data and Analytics EMEA war. Sears berichtet an Rani Raad, President CNN International Commercial. „35 Jahre lang hat sich der überregionale TV-Markt auf abfragebasierte Umfragen, die Bekanntheit der Marke und smarte Kampagnen verlassen“, so Rani Raad. „Die ‚Audiences and Data‘-Abteilung unter Mark Sears‘ Leitung ist der nächste Schritt in der Transformation von CNNIC, Data in den Mittelpunkt zu stellen. Für unsere Klienten bringt das einen genaueren Einblick in die Planung, Durchführung und das Reporting von plattformübergreifenden Kampagnen mit sich.“ Sear nennt seine Big-Data-Mission „eine große Chance, aber auch eine Mammutaufgabe„.

pwc logo
© pwc

Schwere Zeiten fürs globale Werbegeschäft sagt PricewaterhouseCoopers (PwC) voraus. Für ihren jüngsten „Global Entertainment and Media Outlook“ haben die Unternehmensberater Branchendaten aus 54 Ländern unter die Lupe genommen. Demnach wird das weltweite Werbewachstum von derzeit 5,1 Prozent auf 4,2 Prozent im Jahr 2021 absinken. Je nach Mediengattung geht die Entwicklung schneller oder langsamer voran: Zeitungsverlage haben laut der Studie im vorigen Jahr erstmals mehr mit dem Verkauf von Zeitungen als mit Anzeigen verdient.

Werner Ballhaus, Bereichsleiter Medien bei PwC in Deutschland, verweist darauf, dass „immer mehr Konsumenten werbefreie Angebote eindeutig bevorzugen“.Auch bei der Digitalwerbung geht PwC künftig nur noch von knapp 6 Prozent jährlichem Wachstum aus. „Unterm Strich steht die Erkenntnis, dass das Internet den klassischen Medien endgültig den Rang abläuft – was auch dadurch deutlich wird, dass mit Online-Anzeigen inzwischen mehr Geld umgesetzt wird als mit klassischer TV-Werbung“, so Ballhaus.

Auf dwdl weiterlesen…